22.04.2018

Züge vollendet Neu-Isenburger Heimsieg

Hessenliga: Undisziplinierte Griesheimer unterliegen 0:2 - Fotos

Neu-Isenburg bejubelt hier den Führungstreffer durch Johannes Günther. Foto: Mithat Gürser

Die Spvgg. 03 Neu-Isenburg hat am Sonntagnachmittag mit dem 2:0 (1:0)-Sieg gegen Viktoria Griesheim den Klassenerhalt in der Hessenliga so gut wie sicher unter Dach und Fach gebracht. In einer schwachen Begegnung zeigten sich die Hugenottenstädter gnadenlos effizient und profitierten auch von zwei Platzverweisen gegen undisziplinierte Zwiebelstädter.

Spvgg. 03 Neu-Isenburg - SC Viktoria Griesheim 2:0 (1:0)

Mit 34 Punkten weisen die 03er nun satte 13 Zähler mehr auf als die in 2018 weiter punktlosen Griesheimer. Deswegen nahm selbst Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann fünf Spieltage vor Saisonende vorzeitige Glückwünsche zum Klassenerhalt bereits an: "Auch wenn man immer vorsichtig sein muss dürfte es das gewesen sein. Dafür haben wir ja auch eine eigene Stärke, um den einen oder anderen Punkt noch zu holen. Angesichts des hohen Vorsprungs wird selbst in unseren bösesten Träumen der Abstieg nicht mehr vorkommen", ist sich der Übungsleiter sicher. In der schwachen Begegnung auf einem sehr hohen Rasenplatz, auf dem stellenweise schon Blumen wachsen, waren auf beiden Seiten zunächst hohe Bälle an der Tagesordnung.

Es tat sich sehr wenig auf dem Platz, die 270 Zuschauer konnten sich zwischendurch mit anderen Dingen beschäftigen, ohne auch nur irgendetwas relevantes zu verpassen. Der Ball landete sehr oft im Seitenaus, ansonsten war meist nur Mittelfeldgeplänkel zu beobachten. Sommerfußball par excellence, kein Tempo, kaum Spielwitz. Griesheim hatte mit Makengo und El Fahfouhy zwei halbe Chancen, dazu kam einmal Fidan Salii über die rechte Seite, umkurvte 03-Torhüter Lazar Kacarevic und der Ball trudelte vor der Torlinie umher, bis Mario Rhein klärte. Neu-Isenburg, an vorderster Front bis kurz vor der Pause nur durch Henrik Nedwieds Kopfball in Erscheinung getreten, ging Sekunden vor dem Halbzeitpfiff in Führung.

Auf dem unebenen Rasen wachsen schon Blumen

Julian Cichutek drang über die linke Seite in den Strafraum ein und passte nach innen. Johannes Günther traf mit einem abgefälschten Schuss zum 1:0 (45.). Die erste Chance nach Wiederanpfiff hatte Griesheim. Saliis Distanzschuss ging knapp über das Tor, dann musste Patrick Hartmann eine Salii-Flanke vor der Linie klären. "Der Platz war sehr uneben, Ich hoffe, dass die Stadt ab morgen etwas macht. Der Gegner hat offensiv einiges vermissen lassen. Trotzdem war unser Sieg verdient, auch wenn er nicht glanzvoll war. Wir sind froh, mit 34 Punkten durch zu sein", bekräftigte Hoffmann. Denn das was die Gäste nach vorne boten, war einfach nicht zwingend genug. Und dann nahmen sich die Gäste durch Undiszipliniertheiten auch noch selbst aus dem Spiel.

Diskussionen mit dem Schiedsrichter hatten eine Rote Karte gegen Oliver Schumacher und eine Gelb-Rote Karte gegen Kapitän Fabian Walter zur Folge (86.). Gegen nur noch neun Griesheimer vollendete Marc Züge den letzten Konter zum 2:0-Endstand (89.). "Wir müssen nun dem Abstieg realistisch ins Auge blicken. 45 Minuten haben wir gut gestanden und mehr Szenen im gegnerischen Strafraum. Dann kriegen wir wieder so ein Tor, wo keiner weiss, wie es gefallen ist. Neu-Isenburg war fitter, das ist bei unserer Trainingsbeteiligung auch kein Wunder. Die Roten Karten ärgern mich einfach, aber ich habe heute auch viel Hektik von außen herein gebracht", übte Griesheims Trainer Peter Seitel auch Selbstkritik.

Die Statistik:

Spvgg. 03 Neu-Isenburg: Kacarevic - Hartmann, Nedwied, Günther (74. Schellhorn), Cichutek (69. Atzberger), Kamikawa, Letellier, Züge (90. Janovsky), Albert, Sachs, Rhein - Trainer: Peter Hoffmann.
SC Viktoria Griesheim: Blessing - Greindl, Salii, Karras, Makengo, El Fahfouhy (74. Jung), Schumacher, Vranesevic, Walter, Muhl, Kim - Trainer: Peter Seitel.

Schiedsrichter: Pascal Loschke (Kassel).
Zuschauer: 270.
Tore: 1:0 Johannes Günther (45.), 2:0 Marc Züge (89.).
Rote Karte: Oliver Schumacher (Griesheim, 86.).
Gelb-Rote Karte: Fabian Walter (Griesheim, 86.).

Autor: Pedro Acebes

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