25.10.2017

Welcher Pokalschreck gelangt ins Halbfinale ?

Kreispokal Frankfurt: JuZ gegen SV 07, Eritrea gegen Speuzer

Kann Mehmet Tunay Somun mit seinen Speuzern die Hürde SV Eritrea überspringen? Foto: Jörg Schulz

Da der Frankfurter Kreispokal-Wettbewerb in dieser Saison einer Wundertüte gleicht, erscheint im innerstädtischen Polalwettbewerb alles möglich. Vor dem heute beginnenden Viertelfinale mit zwei Partien steht jetzt schon fest, dass mindestens zwei A-Liga-Vertreter im Halbfinale stehen werden. Die beiden anderen Viertelfinalbegegnungen stehen noch nicht ganz fest und werden deswegen erst im November ausgetragen.

SV Eritrea - FFV Sportfreunde 04 (Mittwoch, 19 Uhr)

Die Ostafrikaner gehören in dieser Saison zu den Spitzenteams der Kreisliga B Gruppe 2 und belegen momentan den zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen zur Kreisliga A berechtigen würde. Der seit 1982 im Spielbetrieb mitwirkende Sportverein der Eritreer sorgt auch im Kreispokal für Furore. Nach Siegen gegen die Ligakonkurrenten FC Heisenrath Goldstein (3:1), den Riedberger SV (2:0) und den Kreisoberligisten SV Griesheim Tarik (4:2 nach Verlängerung) ist das Team von Trainer Ghirma in die Runde der letzten acht vorgedrungen. Bester Torschütze in der Liga ist Stürmer Danial Abi mit zehn Toren. Auf dem ungemütlichen Hartplatz in Bockenheim will der SV Eritrea dem West-Gruppenligisten aus dem Gallusviertel das Leben so lange wie möglich schwer machen.

Die "Speuzer", die als Aufsteiger auf Rang sieben eine gute Figur machen, wollen die Gunst der Stunde im Pokal natürlich nutzen, um in das Halbfinale einzuziehen. Die Sportfreunde eliminierten auf dem Weg ins Viertelfinale den Kreisoberligisten SV Viktoria Preußen (4:1), den A-Ligisten TSG Frankfurter Berg (kampflos) und den Verbandsligisten SV FC Sandzak (9:2). "Wir nehmen den SV Eritrea ernst und wollen auf jeden Fall in die nächste Runde einziehen", kündigt FFV-Trainer Mehmet Tunay Somun an, den Klassenunterschied von drei Ligen auch auf dem Spielfeld sichtbar machen zu wollen.

FC JuZ Fechenheim - SV 07 Heddernheim (Mittwoch, 19.30 Uhr)

Pokalschreck trifft auf Pokalschreck auf dem Hartplatz an der Birsteiner Straße. Dem Gewinner winkt der Fahrschein in das Halbfinale. Die Gastgeber mischten schon in der vergangenen Saison den Kreispokal auf und zogen sogar in das Finale ein, wo die Jugendzentrum-Kicker in Seckbach gegen den damaligen Verbandsligisten FC Kalbach mit 0:5 den Kürzeren zogen. Dafür revanchierte sich das Team von Trainer Jork Lizala, übrigens einem früheren Heddernheimer Jugendtrainer, gegen die mittlerweile in die West-Gruppenliga abgestiegenen Kalbacher im Achtelfinale mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung. Zuvor hatte JuZ den SC Riedberg (2:0) und den FC Kosova (4:2) auswärts aus dem Wettbewerb geworfen. Die typische Pokalmannschaft steht in der Kreisliga A Südost auf Rang neun und trifft nun auf den souveränen Tabellenführer der Nordwest-Gruppe SV 07 Heddernheim.

Das Team von Trainer Andreas Berggold hat sich nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga den sofortigen Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben und nach zwölf Siegen aus 13 Spielen marschieren die Grün-Weißen der Konkurrenz schon jetzt relativ problemlos davon. Dazu kommen die Erfolge im Pokal, wo nach dem 6:1 gegen B-Ligist TG Sachsenhausen mit dem historischen 2:1-Erfolg gegen Hessenligist SG Rot-Weiss Frankfurt die große Sensation gelang. Im Achtelfinale war auch der Kreisoberliga-Erzrivale TSG 51 beim 5:1-Triumph nur eine Durchgangsstation. SVH-Torhüter Marcin Czukiewicz ist vor dem Pokalduell guter Dinge: "Wir wollen diese große Chance nutzen und ins Halbfinale vordringen. Das wird aber kein leichtes Spiel, weil wir auf einen hochmotivierten Gegner treffen. Letztlich haben beide Teams das gleiche Ziel mit dem hoffentlich besseren Ausgang für uns".

Autor: Pedro Acebes

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