23.02.2018

Topspiel steigt in Griesheim

Gruppenliga Frankfurt West: Verfolgerduell Speuzer gegen Dortelweil

Christian Kossack versucht mit Griesheim, das fast Unmögliche noch möglich zu machen. Foto. Steffen Turban

Zum Start der Rückserie können sich Interessierte und Beteiligte auf mehrere direkte Duelle freuen. Das Top-Spiel des 21. Spieltags steigt bereits am Freitagabend, wenn der Tabellenführer aus Oberrad gegen die FG Seckbach antritt. Am Sonntag finden neben dem Verfolgerduell zwischen den Speuzern und Dortelweil auch drei direkte Abstiegsduelle statt.

Spvgg. Oberrad - FG Seckbach (Freitag, 20.30 Uhr)

Mit einem möglicherweise richtungsweisenden Spiel startet am Freitagabend die Rückserie der Gruppenliga. Wie wir berichteten, ist der Kunstrasenplatz der Oberräder nach Platzschäden vorerst nicht bespielbar. So findet das Top-Spiel auf der Sportanlage der Spvgg. Griesheim statt. Sollten die Seckbacher das Spiel für sich entscheiden, würde die FG nicht nur sich selbst, sondern gleichzeitig auch eine Reihe an Verfolgern zurück ins Meisterschaftsrennen bringen. Zwar entscheidet sich die Startformation der Seckbacher aufgrund von "vier Fragezeichen“ innerhalb der Mannschaft erst kurzfristig, dennoch werde man laut Trainer Thorsten Spahn in jedem Fall elf Akteure ins Rennen schicken, "die immernoch absolut gruppenligatauglich sind“. Dementsprechend wolle man am Freitagabend dort gewinnen.“ Auch die Spielvereinigung hat mit Khalid El Houssaini, Timo Becker und Alexander Hien drei fragliche Stammspieler. "Wenn sie am Donnerstag grünes Licht geben können, wären sie eine Option“, so Trainer Baldo di Gregorio am Mittwoch Nachmittag.

FFV Sportfreunde - SC Dortelweil (Sonntag, 14.30 Uhr)

Das Verfolgerduell um die Aufstiegsplätze steigt im Frankfurter Gallusviertel. Die Speuzer, die sich im Top-Quartett befinden, empfangen den Sportclub aus Dortelweil, der vier Zähler dahinter auf dem sechsten Platz steht. "Nicht zufrieden“ beschrieb SCD-Trainer Markus Beierle seine Gemütslage beim Blick auf die Tabelle. Das Ziel für die Restrunde sei es, den letztjährigen dritten Platz zu bestätigen. Verbessern muss sich dafür auch die magere Bilanz gegen die Aufsteiger. In sieben Spielen holte der SC lediglich acht Zähler. Der einzige Sieg gegen die insgesamt fünf Neulinge gelang jedoch ausgerechnet beim 2:1 im Hinspiel gegen die Sportfreunde. Markus Vancura traf im August doppelt.

FC Kalbach - FV Hausen (Sonntag, 14.30 Uhr)

Wenngleich die vielgescholtene Kalbacher Defensive bislang die nötige Konstanz vermissen ließ, ist Trainer Elton da Costa dafür seit Beginn der Saison umso konstanter, was seine Zielsetzung angeht: "Wir werden Meister, weil wir das Potenzial dazu haben und meiner Meinung nach den besten Kader haben“, bestätigte der Übungsleiter auch während der Winterpause die Ambitionen des Verbandsliga-Absteigers. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer aus Oberrad, der jedoch eine Partie mehr absolvierte als sein Mitabsteiger. Der Gegner aus Hausen ist nach der Hinserie am unteren Ende des Abstiegsstrudels angekommen. Steht man momentan auf einem Abstiegsplatz, beträgt der Abstand zur oberen Tabellenhälfte aber lediglich fünf Punkte.

VfB Friedberg - SG Bornheim (Sonntag, 14.30 Uhr)

"Unser schlechtestes Spiel der Hinrunde war in Bornheim, weil zu einer 90-minütigen Laufeinheit gehört, dass alle die Laufschuhe dabei haben müssen“, erinnert sich VfB-Trainer Andreas Pelka an das erste Aufeinandertreffen der beiden Vereine, dass die SG Bornheim mit 5:0 für sich entscheiden konnte. Aus der Negativserie um das Bornheim-Spiel konnte sich Friedberg seither befreien und steht vor Beginn der Rückserie im Tabellenmittelfeld. Die Bornheimer auf der anderen Seite wurden in der Winterpause von einer Vielzahl der Ligatrainer trotz Platz vier zum Meisterschaftsfavoriten ernannt. Und auch Coach Maik Rudolf glaubt an einen möglichen Aufstieg: "Wir beenden die Saison auf Platz zwei, weil wir gut genug sind, um unser Ziel zu erreichen.“

TSG Nieder-Erlenbach - Spvgg. Griesheim (Sonntag, 14.30 Uhr)

Kurz vor Beginn der Rückserie gab die Spvgg. Griesheim bekannt, dass der Verein und Trainer Herbert Leus fortan getrennte Wege gehen. Vorstand Christian Kossack wird die Mannschaft bis auf weiteres trainieren. Dass man mit 12 Punkten Rückstand auf die Nichtabstiegszone bereits jetzt zum Siegen verdammt ist, weiß auch Kossack: "Wenn wir aus den ersten vier Spielen keine neun, zehn Punkte holen, ist die Sache für uns fast schon erledigt. Ich hoffe, den Jungs ist das bewusst. Wir werden dahin fahren und auf Sieg spielen.“ Ähnlich sieht auch Kalle Buhl, Sportlicher Leiter der TSG die Situation: "Wenn sie gegen uns nicht gewinnen, können sie den Abstieg wohl nicht mehr verhindern.“ Die Zielsetzung im Abstiegsduell seien "drei Punkte.“

1. FC Oberstedten - FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 14.30 Uhr)

Mit 20 Punkten aus 18 Spielen für Oberstedten und 22 Punkten aus 19 Spielen für Friedrichsdorf liegen beide Vereine tabellarisch auf absoluter Augenhöhe. Das größere Momentum zum Ende der Hinserie hat zweifellos der FSV auf seiner Seite gehabt. Durch eine famose Aufholjagd konnten die Friedrichsdorfer zum Jahresende auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz klettern. Die Ambitionen für den Rest der Saison Enden aber nicht: "Auf Platz neun“ sieht Trainer Metin Yildiz seine Mannschaft am Ende der Saison. Und auch FCO-Trainer Artur Rissling verspricht eine kampfstarke Mannschaft: "Es ist etwas Besonderes für uns, in dieser Liga zu spielen, und dafür werden wir uns zerreißen.“

SV BKC Bosnien - FV Stierstadt (Sonntag, 14.30 Uhr)

Fünf Punkte beträgt der Rückstand des SV BKC Bosnien auf das rettende Ufer, allerdings hat der SV gegenüber einem Teil der Konkurrenz ein Spiel mehr in der Hinterhand. Gegen Stierstadt steht nach dem ausgefallenen Nachholspiel gegen Bornheim zu Beginn der Rückserie also ein direktes Duell auf dem Programm. 22 Zähler holte der Aufsteiger in seinen bisherigen 19 Auftritten, besonders gegen Ende des Jahres setzte man dem langen Negativlauf ein Ende und verlor nur eines der letzten fünf Begegnungen. Sollte Bosnien das Spiel gewinnen, würden sie wieder mit dem FVS gleichziehen, zudem hätte der BKC nach dem 1:1 aus dem Hinspiel einen möglicherweise entscheidenden direkten Vergleich für sich entschieden.

TuS Merzhausen - SKV Beienheim (Sonntag, 14.30 Uhr)

Es war das erste deftige und zugleich überraschendste Ergebnis der Saison. Am dritten Spieltag bezwang Aufsteiger Beienheim eines der hochgehandelten Teams, den TuS Merzhausen, mit 6:1. "Alle Mannschaftsteile haben zu 100 Prozent das umgesetzt, was wir vorher besprochen haben“, erinnert sich SKV-Trainer Karl-Heinz Stete ebenso wie sein Gegenüber Enis Dzihic: "Das war so mit das Desolateste, was wir abgeliefert haben.“ Während seine Truppe zumindest optisch im Tabellenmittelfeld steht, wirft Dzihic den Blick zunächst nach hinten: "Die Liga ist so eng, dass wir erstmal trotz Platz acht Punkte sammeln müssen, um so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.“

(sly)

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