03.06.2018

Speuzer halten alle Trümpfe in der Hand

Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd: 3:1-Sieg in Unter-Abtsteinach

Robert Kohns (Nummer 10 ) markierte das 3:1 in Unter-Abtsteinach. Foto: Pedro Acebes

Der FFV Sportfreunde 04 steht kurz vor dem Durchmarsch von der Kreisoberliga Frankfurt in die Verbandsliga Süd. Die Frankfurter setzten sich im Aufstiegsrundenspiel bei der SG Unter-Abtsteinach mit 3:1 (2:1) durch und halten im abschließenden Heimspiel am kommenden Mittwoch gegen Eintracht Altwiedermus alle Trümpfe in der eigenen Hand.

SG Unter-Abtsteinach - FFV Sportfreunde 04 1:3 (1:2)

Die Gäste aus dem Frankfurter Gallus hatten die weiteste Auswärtsreise der letzten Jahrzehnte in einem großen Mannschaftsbus angetreten. Unweit der hessisch-badischen Landesgrenze boten die Speuzer im Odenwald vor allem im ersten Abschnitt bei hohen Temperaturen eine spielerische Glanzleistung. Damit legten die Sportfreunde den Grundstein für den Auswärtserfolg. Schon in der dritten Spielminute hatte sich Robert Kohns im Mittelfeld dynamisch durchgesetzt und Emre Kadimli in Szene gesetzt. Dessen Flanke landete auf dem Kopf von Kapitän Okan Ilkiz, aber SGU-Tormann Imre Knyaz war zur Stelle. Die Frankfurter Stadtteilelf agierte schon in der Anfangsphase dominant, den Lohn dafür ernteten die Speuzer recht bald.

Emre Kadimli war auf der linken Seite kaum zu stoppen und flanke punktgenau in die Mitte. Am langen Pfosten stand Ilkiz goldrichtig und schob zum 1:0 für den FFV ein (13.). Drei Minuten später gab es Elfmeter für die Hausherren. Danyal Tekin kam in Kontakt mit Dominik Magel, Schiedsrichter Marcus Rolbetzki zeigte auf den Elfmeterpunkt. Serdar Özbek ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß zum 1:1 (17.). Danach war Unter-Abtsteinach etwas am Drücker und ein Distanzschuss von Jannik Oberle landete am Pfosten. Auf der Gegenseite hatten Kadimli, Kohns und Ilkiz immer wieder gute Szenen im Strafraum der Odenwälder, die ungenutzt blieben.

Die etwas mehr als 500 Zuschauer sahen dann einen Kunstschuss von Danyal Tekin, der zum 2:1 für die Speuzer im Winkel landete (37.). FFV-Trainer Mehmet Tunay Somun zog nach dem ersten Abschnitt ein positives Zwischenfazit: "Wir haben in den ersten 45 Minuten eine fußballerisch super Leistung abgerufen. Nach den Chancen muss es meines Erachtens 3:1 für uns stehen. Wir haben die Aufgabe sehr ernstgenommen und sehr gut vorbereitet, weil wir den Gegner am Donnerstag in Altwiedermus studiert hatten." In der Halbzeit blieben die Speuzer auf dem Kunstrasen und gingen nicht in die Kabine.

Ballgeschiebe schläfert die Speuzer ein

Der zweite Abschnitt war dann geprägt von der Konstellation in der Dreierrunde. Weil ja zwei Teams mindestens aufsteigen, hätte der SGU nach dem 2:0-Sieg in Altwiedermus eine 1:2-Niederlage gelangt, um mindestens Zweiter zu werden. Jedenfalls griffen die Odenwälder plötzlich nicht mehr richtig an, als die Speuzer den Ball minutenlang hin und her schoben. Das schläferte mehr die Gäste ein, da die Stärken der Sportfreunde natürlich in der Offensive liegen. Beinahe hätten die Frankfurter so auch das 2:2 kassiert, aber Kadimli klärte einen Kopfball vor der Linie. "Auch aufgrund der Witterung haben wir etwas einen Gang zurückgeschaltet. Wir wollten verwalten, aber auch Nadelstiche setzen. Das war ein Tick zu wenig, aber am Ende haben wir das verdiente 3:1 gemacht", resümierte Somun.

Durch Standards blieb die SGU weiter gefährlich, weswegen Somun mehrmals die Anweisung ausgab: "Wir spielen nicht auf 2:1." Die Gastgeber versuchten noch irgendwie zum Ausgleich zu kommen, konnten den Schalter aber nicht mehr entscheidend umlegen. So kassierten sie nach einer Flanke von Zafer Sancak und dem Kopfball von Robert Kohns das 1:3 (88.), welches die Ausgangslage etwas veränderte. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass sich der Gegner mit dem 1:2 zufrieden gibt. Es war nicht einfach, noch einen Gang hochzuschalten", zeigte sich Somun etwas verwundert.

SGU-Trainer Aiad Al-Jumaili sah es etwas anders: "Es war nicht unsere Intention, das 1:2 zu halten. Wir wollten den Ausgleich machen, haben aber die Chancen nicht genutzt. Unsere Fehler hat der Gegner mit seinen technisch guten Möglichkeiten ausgenutzt." Trotzdem hat auch Unter-Abtsteinach trotz der ersten Heimniederlage in der ganzen Saison weiterhin gute Chancen, in die Verbandsliga Süd aufzusteigen. Ein Sieg, Remis oder 0:2-Heimniederlage des FFV würde die Speuzer und die SGU nach oben katapultieren und Altwiedermus womöglich das Nachsehen geben.

Die Statistik:

SG Unter-Abtsteinach: Knyaz - Sam, Oberle, Hastert, Georgiev, Gürsoy (63. Sartoretti), Orkic, Magel (68. Laudenklos), Rautenberg, Landwehr (74. Aydogdu), Özbek - Trainer: Aiad Al-Jumaili.
FFV Sportfreunde 04: Deda - Tas, Lerch (32. Puglisi), Brajanac, Tekin, Sancak, Ilkiz, Kohns, Bosnak, Vallejo de Una, Kadimli - Trainer: Mehmet Tunay Somun.

Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (Marburg).
Zuschauer: 505.
Tore: 0:1 Okan Ilkiz (13.), 1:1 Serdar Özbek (17., Foulelfmeter), 1:2 Danyal Tekin (37.), 1:3 Robert Kohns (88.).

Autor: Pedro Acebes

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