26.11.2017

Pelka köpft Usingen in der 90. zum Sieg

Verbandsliga Süd: Auch Bruchköbel trifft spät zum Punktgewinn

Tim Pelka (links) köpfte die Usinger TSG in der Schlussminute zum Sieg gegen den FC Bensheim um Kapitän Daniel Piller. Foto: Steffen Turban

Am heutigen Sonntag konnten sowohl der Tabellenzweite Türk Gücü Friedberg (in Wald-Michelbach), als auch die Usinger TSG (gegen Bensheim) 1:0-Siege feiern. Deutlicher machten es Nidda und der Hanauer SC. Das Schlusslicht aus Bruchköbel konnte durch einen Treffer in der Nachspielzeit beim 2:2 gegen Rot-Weiß Darmstadt den dritten Punkt in dieser Spielzeit feiern.

Eintracht Wald-Michelbach - Türk Gücü Friedberg 0:1 (0:0)

"Es war ein Kampfspiel auf glitschigem Boden und wir haben sehr gut dagegengehalten", sagte TG-Trainer Mustafa Fil, dem heute morgen fast die halbe Mannschaft krankheitsbedingt weggefallen war. So mussten Adam El Maimouni, Kevin Effiong, Betim Mezimi, Mohamed Boulahfa und Masse Bell Bell kurzfristig passen. "Da mussten wir kurzfristig noch Spieler aus der U23 hochziehen, damit wir überhaupt spielen konnten", so Fil.

Das Tor des Tages erzielte Kapitän Florian Decise mit einem herrlichen Freistoß aus 25 Metern in die kurze Ecke. Zwischenzeitlich musste die Partie unterbrochen werden, weil ein Zuschauer der Gäste auf der Tribüne gestürzt war und mit dem Krankenwagen geholt werden musste. Durch den Sieg bleiben die Friedberger an Tabellenführer Bad Vilbel dran, doch Fil sagt dazu: "Bad Vilbel interessiert uns nicht. Wir schauen von Spiel zu Spiel und sind jetzt seit zehn Spielen ungeschlagen. Wir freuen uns, dass jetzt Winterpause ist und werden dann in der Vorbereitung hart arbeiten."

Schiedsrichter: Boris Reisert (TG Ober-Roden).
Zuschauer: 200.
Tor: 0:1 Florian Decise (56.).
Besonderes Vorkommnis: 15 Minuten Spielunterbrechung, weil ein Zuschauer mit den Krankenwagen geholt werden musste.

Viktoria Nidda - FC Alsbach 3:0 (1:0)

Durch den Sieg gegen Alsbach haben die Gastgeber das Jahr als bester Aufsteiger abgeschlossen. "Wir sind super zufrieden. Die Mannschaft hat nie den Fokus verloren und auch im Training immer alles gegeben", so ein glücklicher Carsten Weber nach Abschluss seiner ersten Saisonhälfte auf der Viktoria-Bank.

Das heutige Spiel war seiner Meinung nach "in den ersten 15 Minuten relativ offen." So traf Noah Michel auf Seiten der Gastgeber nur die Latte, auf der Gegenseite hatte Bensheim eine Doppelchance, bei der Keeper Tim Kuhl zweimal zur Stelle war. Die Führung erzielte dann Sven Diedrich nach einer guten halben Stunde. Michel hatte sich stark über außen durchgesetzt und legte von der Grundlinie quer, wo Diedrich aus zehn Metern traf. das 2:0 kurz nach der Pause war fast eine Kopie des ersten Treffers, nur dass Robin Sommer für Michel auflegte. "Danach haben wir ein bisschen gewackelt und Alsbach hätte durchaus rankommen können. mit dem 3:0 war die Partie aber dann entschieden, obwohl sich Alsbach nie aufgegeben hat", befand Weber, der einen "verdienten Sieg" seiner Mannschaft gesehen hatte.

Das Highlight des Tages setzte einmal mehr Michel mit seinem zweiten Tor, als er den Ball aus 17 Metern direkt über Bensheims Keeper Kevin Krezdorn ins Tor chippte.

Schiedsrichter: Christoph Hein (SV Großenbach).
Zuschauer: 150.
Tore: 1.0 Sven Diedrich (33.), 2:0 und 3:0 Noah Michel (49., 69.).

Usinger TSG - FC Bensheim 1:0 (0:0)

Mit dem Schlusspfiff entschied die Usinger TSG die Partie zu ihren Gunsten und vor allem die Entstehung war laut TSG-Coach Marcel Kopp "kurios. Bensheim erobert am eigenen Sechzehner den Ball, aber ein Spieler meckert und so gab es Gelb und Freistoß für uns. Lars Günther brachte den Ball butterweich auf Tim Pelka, der in die lange Ecke geköpft hat." Zuvor hatte der Spielertrainer "keinen Leckerbissen" gesehen. "Es war zwar kein typisches 0:0, sondern aufgrund der Chancen in der ersten Halbzeit eher ein 3:3-Spiel. Am Ende haben wir aber vielleicht den Tick mehr gewollt. Daher ist der Sieg nicht unverdient."

Im ersten Durchgang gab es Chancen auf beiden Seiten. Die besten auf Seiten der Gastgeber hatten Pelka und Kopp, dessen Abschluss noch auf der linie geklärt wurde. Die Bensheimer kamen vor allem durch den starken Fabio Hechler zu Möglichkeiten, die aber allesamt ungenutzt blieben. So hatten die Gastgeber das glücklichere Ende auf ihrer Seite.

Schiedsrichter: k.A.
Zuschauer: 80.
Tor: 1:0 Tim Pelka (90.).
Rote Karte: Tim Rettig (90., Bensheim).

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SG Bruchköbel - Rot-Weiß Darmstadt 2:2 (1:1)

In der Nachspielzeit sicherte Tobias Kühn den Gastgebern den dritten Saisonpunkt. Naxch einer Kopfballstaffette landete das Leder beim Torschützen, der aus 12 Metern nicht lange fackelte. Der Ausgleich fiel laut Bruchköbels Pressevertreter Michael Kwasniok "verdient, weil Darmstadt uns nach der Führung zurück in Spiel kommen ließ. Und wir feuen uns über jeden Punkt."

Das erste Tor des Tages fiel ebenfalls für die SGB. Konstantin Büdinger hatte das Leder auf Kim Werner gepasst, der RW-Keeper Tom Henssel keine Chance ließ. Danach machten die Darmstädter mehr und verdienten sich so den Ausgleich durch michael Adusei, der ein missverständnis zwischen Maximilian Walter und Schlussmann Janis Gräfe ausnutzen konnte. Vor der Pause hatten Ricardo Marra und Marius Dickerhoff noch zwei Situationen auf Seiten der Gastgeber, die aber nicht zum Erfolg führten.

In Durchgang zwei hatte Darmstadt dann mehr vom Spiel und hätte nach Chancen von Marvin Deusser, Donat Tala oder Stephan Damm schon führen können, aber es dauerte bis zur 79. Minute, ehe der ball zum zweiten mal hinter Gräfe einschlug. Alvano Kröh hatte abgezogen, doch sein Schuss wurde zu michael Adusei abgefälscht, der nur noch "Danke" sagen musste. Unverständlicherweise überließen die Rot-Weißen Bruchköbel aber jetzt das Feld und Dickerhoff hätte schon ausgleichen können, verzog aber. So dauerte es bis in die Nachspielzeit, ehe der umjubelte Ausgleich noch fiel.

Schiedsrichter: Sabine Stadler (SV Gläserzell).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Kim Werner (21.), 1:1 Michael Adusei (37.), 1:2 Martin Schwarz (79.), 2:2 (90.+2).

SV FC Sandzak - SC Hanau 1960 1:5 (1:1)

"Das war unser schlechtestes Saisonspiel. Viele Sachen haben dazu geführt, dass wir so hoch verloren haben. Es war eine schwache Leistung von uns und Hanau hat unsere Schwächen ausgenutzt", gab SV FC-Trainer Aleksandar Pajic zu Protokoll. Die Gäste führten durch einen Elfmeter von Travis Parker mit 1:0, doch fast postwendend glich Sandzaks Murat Sejdovic aus. Fünf Minuten später stand der frühere Spielertrainer erneut im Mittelpunkt, denn er rasselte mit 1960-Torhüter Abdul Samed Ersöz unabsichtlich zusammen. Der Linienrichter winkte Schiedsrichter Tobias Panzer herbei und plädierte auf Rote Karte. Dafür zeigte Pajic kein Verständnis: "Der Elfmeter und die Rote Karte waren überzogen. Das waren Phantom-Entscheidungen".

Im zweiten Abschnitt brachte der Übungsleiter Almir Derdemez für Shelby Printemps. Der eingewechselte Stürmer vergab einige Möglichkeiten zur Führung der Platzherren. Die Gäste nutzten dann ihre Überzahl aus und gingen durch Kaan Köksal mit 2:1 in Führung. Dann erwies der gerade gekommene Hammad Geith den Gastgebern einen Bärendienst. Zwei Minuten nach seiner Hereinnahme flog er wegen zweimaligen Meckerns mit der Gelb-Roten Karte vom Platz. Die dominanten Hanauer nutzten jetzt die Räume gut aus und erhöhten mit Engin Arslan auf 3:1. Kaan Köksal krönte seine gute Leistung mit einem Doppelpack und seinen Toren zwei und drei zum 5:1-Endstand.

"Wir hatten das Spielgeschehen in der Hand und deutlich mehr vom Spiel", urteilte Okan Sari, der Sportliche Leiter der Gäste. Auch HSC-Trainer Antonio Abbruzzese pflichtete ihm bei: "Das war ein wichtiger Auswärtssieg. Wir haben ein tolles Spiel abgeliefert, aber der eine Fehler in der Abwehr wurde sofort bestraft. Wir standen kompakt, hätten aber die Angriffe gegen neun Gegner am Ende besser ausspielen müssen".

Schiedsrichter: Tobias Panzer (TSV Oberkleen).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Travis Parker (33.), 1:1 Murat Sejdovic (38.), 1:2 Kaan Köksal (58.), 1:3 Engin Arslan (63.), 1:4 und 1:5 Kaan Köksal (68., 83.).
Rote Karte: Murat Sejdovic (Sandzak, 43.).
Gelb-Rote Karte: Hammad Geith (Sandzak, 65.).

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