16.05.2018

Jan-Sebastian Uth zeigt Sixpack am hellichten Sonntag

Verbandsliga Mitte: Bruder des Bundesliga-Profis hat`s auch drauf

Schwanheims Jan-Sebastian Uth kurz vor dem Abschluss. Foto: Sabine Menger

Letzten Sonntag hat der Schwanheimer Jan-Sebastian Uth mit seinen sechs Toren den FSV Braunfels so gut wie im Alleingang erledigt. Dafür gab es auch Glückwünsche aus Sinsheim von seinem jüngeren Bruder Mark, der ab Juli beim Bundesligisten SC Schalke 04 unter Vertrag stehen wird.

Dass Jan-Sebastian Uth nicht höherklassiger als in der Verbandsliga spielt, ist weder mangelndem Ehrgeiz noch fehlendem Talent geschuldet. Einzig der Faktor Arbeit macht dem 28-Jährigen gewollt einen Strich durch seine "Fußballerkarriere-Rechnung". "Bevor ich mein Immobilienwirtschaft-Studium begonnen hatte, war ich unter anderem in der Sommervorbereitung beim damaligen Drittliga-Absteiger TuS Koblenz. Die haben damals in der Dritten Liga gespielt. In der Vorbereitung habe ich mir damals allerdings das Wadenbein gebrochen und war ein Vierteljahr verletzt. Meine Arbeit hat mich später an den Flughafen nach Frankfurt verschlagen. Um Anschluss in der Nähe zu finden, hab` ich mich erstmal bei Viktoria Kelsterbach angemeldet, bin aber anschließend nach Schwanheim gewechselt."

In Schwanheim war Uths Plan, gelegentlich in der Reserve zu kicken. "Irgendwann ist Tomas Pelayo auf mich zugekommen und hat gesagt, dass ich mein Potenzial nicht wegwerfen soll. Durch ihn habe ich den Spaß am Fußball spielen wieder gefunden. Es passt alles sehr gut hier. Vor zwei Jahren bin ich von den Jungs super aufgenommen worden. Wir haben hier super Leute und klasse Betreuer. Hessenliga könnte ich bestimmt auch noch spielen, aber ich habe kein Interesse daran, höher anzugreifen. In der Verbandsliga ist die Trainingskapazität mit meinem Beruf sehr gut vereinbar und das, was in Schwanheim in der Zukunft aufgebaut werden soll, hört sich sehr gut an. Für mich gibt es keinen Grund, den Verein zu wechseln."

Für seine sechs Tore vom letzten Sonntag hat der Allrounder, der in seinem Fußball-Leben schon alle Positionen bis auf die des Keepers besetzt hat, eine simple Erklärung: "Irgendwie stand ich immer richtig. Die Bälle wurden mir von außen regelrecht auf den Fuß gelegt. Ich musste nur noch einschieben. Bis auf ein schönes Flugkopfballtor ging das fünfmal so." Glückwünsche seines jüngeren Bruders Mark, der in der Bundesliga zur nächsten Saison von der TSG Hoffenheim zum FC Schalke 04 wechselt, und mit dem er im Kölner Stadtteil Porz-Langel aufgewachsen war, ließen nicht lange auf sich warten. "Wir tauschen uns oft aus. Unsere gesamte Jugend ist parallel verlaufen. Er hat beim 1. FC Köln gespielt, ich bei Bayer Leverkusen. Wenn es die Zeit bei ihm erlaubt, dann kommt er zum Fußball schauen vorbei."

Autor: Christoph Wess

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