13.03.2018

Jake Hirst: "Meine Ambitionen liegen eher im Tennis"

Kreisoberliga Friedberg: Bad Nauheims 37-Tore-Mann im Gespräch

Jake Hirst (links) strebt mit dem TSV Bad Nauheim den direkten Wiederaufstieg an. Foto: Jörg Schulz

Nach dem Abstieg aus der Gruppenliga Frankfurt West im letzten Sommer, hat sich der TSV Bad Nauheim in der Kreisoberliga Friedberg schnell zurecht gefunden und führt die Tabelle mit sieben Zählern Vorsprung an. Der Erfolg des Vereins ist eng mit dem Namen Jake Hirst verbunden. Der 22-Jährige hat eine sensationelle Quote und in 19 Spielen bereits 37 Mal getroffen. Wir haben mit dem Torjäger über seine bisherige Laufbahn und die Ziele für die Zukunft gesprochen.

Seit Januar 2017 schnürt Jake Hirst nun wieder die Schuhe für den Türkischen SV Bad Nauheim und ist seitdem ein echter Torgarant. Den 37 Treffern in dieser Spielzeit gingen zehn Tore in elf Spielen in der Gruppenliga Frankfurt West in der Rückrunde der letzten Saison voraus. Dennoch reichte es nicht für den Klassenerhalt. Am Ende fehlte dem TSV ein Punkt für den Ligaverbleib. "Da haben wir auch ein bisschen Pech gehabt, aber das ist dann halt so", sagt der Torjäger, der dem Verein trotz des Abstiegs erhalten blieb. "Die Jungs sind fast alle zusammen geblieben. Wir sind eingespielt und haben viele Kicker, die höher als Kreisoberliga spielen können", sieht der gebürtige Schwalheimer, der schon zu Jugendzeiten für Bad Nauheim aufgelaufen ist, die Gründe für den bisherigen Saisonverlauf. Zudem steckt noch eine Menge Entwicklungspotenzial in der Mannschaft, da die meisten Spieler "erst zwischen 20 und 23 Jahre alt sind."

Derzeit führt der TSV Bad Nauheim die Tabelle der Kreisoberliga Friedberg mit drei Punkten Vorsprung vor dem SV Nieder-Wöllstadt an und hat im Vergleich zum Verfolger auch noch eine Partie in der Hinterhand. Mit seinen Treffern hat Hirst einen großen Anteil. Immerhin hat der Torjäger mehr als die Hälfte aller Tore seiner Mannschaft erzielt. Warum es derzeit vor dem gegnerischen Kasten so gut läuft, "weiß ich gar nicht so genau. Wir haben einfach eine gute Mannschaft und sind eine coole Truppe und verstehen uns alle super. Auch neben dem Platz." Ein Lob hat er auch für seinen Coach Tufan Tosunoglu übrig. "Wie wir die Liga in der Hinrunde dominiert haben, spricht für den Trainer. Tufan hat in der 2. Liga gespielt und man merkt ihm seine Professionalität an."

"Meisterschaft ist ganz klar das Ziel"

Dass es bei Hirst, der in der Jugend unter anderem für den FSV und Eintracht Frankfurt aufgelaufen ist, bislang nicht weiter nach oben gereicht hat, hat zwei Gründe. Zum einen, dass er in der Jugendzeit 18 Monate am Morbus-Schlatter-Syndrom gelitten hat. "Das sind Wachstumsschmerzen im Knie. Da bist du nicht in der Lage auf hohem Niveau zu spielen." Zum anderen steht der Fußball für den Angreifer gar nicht an erster Stelle. "Meine Ambitionen liegen eher im Tennis, als im Fußball", verdeutlicht Hirst, dessen Vater eine Tennisschule führt, in die er auch eingebunden ist. "Im Sommer geht da die Hessenliga wieder los." Dementsprechend weiß der 22-Jährige auch gar nicht so recht, ob er im Fußball nochmal höherklassig spielen will.

Bis zum Sommer jedenfalls steht Hirst seinem Verein Sonntags zur Verfügung und will mit seinen Toren dazu beitragen, die Meisterschaft zu erringen. Denn die ist laut dem Knipser "ganz klar das Ziel." Und wenn er weiter so trifft wie in den bisherigen 19 Spielen, steht der Rückkehr in die Gruppenliga auch nichts im Wege.

Autor: Daniel Bolz

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