02.03.2018

Für Stierstadt geht es um "Big Points"

Gruppenliga Frankfurt West: Griesheim will gegen Oberrad gewinnen

Bei SKV Beienheim trifft Kalbachs Stjepan Jurisic auf seinen ehemaligen Verein. Foto: Jörg Schulz

Bereits am Freitagabend kommt es in Griesheim zum Duell des Tabellenletzten gegen den Tabellenführer. Trotzdem gibt sich die Spvgg. Griesheim noch nicht geschlagen und will gegen die Oberräder gewinnen. Am Sonntag finden mit Friedrichsdorf gegen Friedberg sowie Stierstadt gegen Nieder-Erlenbach gleich zwei direkte Duelle in der Abstiegszone statt.

FC Neu-Anspach – Tus Merzhausen abgesagt

Wie der Klassenleiter Thorsten Bastian am Freitag mitteilte, fällt das Derby in Neu-Anspach gegen Merzhausen witterungsbedingt aus, weil ein Teil des Platzes vereist ist. Am Donnerstag, den 22. März soll diese Begegnung dann nachgeholt werden.

Spvgg. 02 Griesheim – Spvgg. Oberrad (Freitag, 20:30 Uhr)

Die Gruppenliga-Lichter sind in Griesheim noch immer nicht ausgegangen. Am vergangenen Spieltag holte die Spvgg. trotz eines Rückstandes bei der TSG Nieder-Erlenbach noch einen Punkt. Neu-Trainer Christian Kossack meinte nach dem Spiel zweckoptimistisch: "Die Vorgabe mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen ist noch möglich." Dazu muss gegen den Tabellenführer aus Oberrad allerdings ein Sieg her. Nach den Platzschäden, die der Oberräder Kunstrasenplatz erleiden musste, ist der Absteiger bis auf Weiteres beim Gegner aus Griesheim zu Hause (wir haben berichtet). Kossack dazu: "Es ist ein Derby. Oberrad ist bei uns zu Hause, sie trainieren und spielen hier. Wir sind der Underdog und haben nichts zu verlieren. Im Hinspiel haben wir einen Punkt geholt, jetzt wollen wir gucken, dass wir das Ding gewinnen."

SKV Beienheim – FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr)

Beienheim ist weiter voll im Soll. Mit regelmäßigen Punktgewinnen konnte die akute Abstiegszone bislang während der kompletten Saison vermieden werden. Auch am letzten Spieltag holte der SKV in Unterzahl einen Punkt beim TuS aus Merzhausen. "Der Punkt kann am Ende sehr viel Wert sein", sagte Pressesprecher Michael Major nach der Partie und belegte damit, dass in Beienheim jedes Erfolgserlebnis geschätzt wird. Zusätzlichen Auftrieb sollten die Erinnerungen an das Hinspiel gegen Kalbach geben. Völlig überraschend gewann der Kreisoberliga-Aufsteiger beim Verbandsliga-Absteiger mit 3:2. "Ich rechne mit einem ähnlich engen Spiel. Angst brauchen wir keine zu haben, alles ist möglich", freut sich Major auch auf das Wiedersehen mit dem ehemaligen Beienheimer Spieler Stjepan Jurisic.

FV Hausen – FFV Sportfreunde (Sonntag, 15 Uhr)

Beim FV Hausen steigt am Sonntag das dritte Derby des Spieltages. Zumindest, wenn man Speuzer-Trainer Mehmet Somun fragt: "Wir kennen uns aus der Kreisoberliga, ich erwarte ein heißes Spiel mit Derbycharakter. Hausen wird alles raushauen und uns alles abverlangen, es wird nicht einfach." Für seinen Gegenüber, Martin Reyschmidt, ist die Begegnung wenn überhaupt "ein kleines Derby. Ich sehe es nicht als richtiges Derby an. In der Liga sind so viele Frankfurter Vereine, das wären ja dann alles Derbys." Ob Derby oder nicht, Hausen steckt nach der Niederlage in Kalbach weiter im Tabellenkeller fest, da hilft auch der Platzverweis von Robin Felling nicht weiter: "Wir müssen uns nach der roten Karte neu aufstellen. Wir gucken mal, wie es kommt."

SC Dortelweil – SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)

Mit etwas Glück holte der SC Dortelweil am vergangenen Wochenende in Unterzahl einen Punkt bei den Sportfreunden. Auf der anderen Seite hatte der SV BKC Bosnien Pech, dass die Aufholjagd gegen den FV Stierstadt mit dem Treffer zum 2:3-Anschluss ihr Ende fand. "Wir stehen unter Zugzwang. Dadurch, dass wir das erste Spiel verloren haben und Vorletzter sind, brauchen wir dringend Punkte", hofft Bosniens sportlicher Leiter Admir Malohodzic zusätzlich auf "das Quentchen Glück."

Dortelweils Trainer erwartet von seiner Mannschaft "minimum die gleiche Leidenschaft, wie im Spiel gegen die Speuzer. Auch was die Defensivarbeit und das Zweikampfverhalten angeht", so Gökhan Kocatürk, der weiß, was auf seine Truppe zukommt: "Die Bosnier sind, was die Körpergröße angeht, ein anderes Kaliber. Sie sind robust und gut in der Luft." Dennoch ist der Coach "guter Dinge, dass wir gewinnen werden."

FG Seckbach – 1. FC Oberstedten (Sonntag, 15 Uhr)

Aufgrund der bekannten Platzproblematik hat wOberstedten zwei Spiele weniger ausgetragen als der Großteil der Konkurrenz. Im Optimalfall stünde der FC bei zwei Siegen aus den entsprechenden Partien auf einer Höhe mit dem FV Stierstadt, welcher momentan den neunten Rang belegt. Auch am ersten Spieltag des neuen Jahres musste das Abstiegsduell gegen den FSV Friedrichsdorf abgesagt werden. Der Gegner aus Seckbach hat sein erstes Spiel bereits hinter sich. Ex-Stürmer Stanley Ike machte den Sack im Top-Spiel gegen die Spvgg. Oberrad gegen Spielende zu, Seckbach verlor 0:2. Dadurch ist der Abstand auf die beiden Aufstiegsplätze auf neun bzw. sieben Punkte angewachsen.

FSV Friedrichsdorf – VfB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)

Nachdem die Auftakt-Partie des FSV Friedrichsdorf gegen den 1. FC Oberstedten verlegt werden musste, startet der Aufsteiger mit leichter Verspätung in die Rückserie. Dadurch, dass einige der Konkurrenten letzte Woche punkten konnten, ist der FSV wieder auf einen potenziellen Abstiegsplatz abgerutscht. Doch der Rückstand auf das Tabellenmittelfeld ist gering. Stierstadt, Nieder-Erlenbach und der Gegner aus Friedberg haben alle ein Spiel mehr gespielt und sind jeweils maximal drei Punkte entfernt. Für den VfB begann das Jahr denkbar schlecht. Trotz eines offenen Spiels gegen die SG Bornheim in der ersten halben Stunde, ging Friedberg im Laufe der zweiten Hälfte unter und verlor am Ende vor heimischem Publikum mit 1:7.

FV Stierstadt – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Von einem Sechs-Punkt-Spiel wollte Stierstadts Trainer Thomas Zampach vor dem direkten Duell gegen die TSG aus Nieder-Erlenbach nicht sprechen: "Sechs Punkte kriegt man nicht, aber es sind Big Points." Stierstadt steht momentan mit 25 Punkten auf dem neunten Rang, die TSG liegt in der engen Abstiegszone mit 23 Punkten auf dem zwölften Platz. Zampach weiß, dass sein Team auch bei einem möglichen Sieg bis zum Ende kämpfen muss: "Wenn du 28 Punkte hättest, und die bleiben bei 23 Punkten sieht es vielleicht ganz schön aus, aber danach können wir auch nicht aufhören, Fußball zu spielen. Wir haben aus den letzten vier Spielen acht Punkte geholt, das ist schon mal eine gute Antwort auf die Situation, die wir vorher hatten“, so der Trainer weiter.

(sly)

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