08.04.2018

Fechenheims Ouass nicht zu stoppen

Kreisoberliga Frankfurt: Griesheim Tarik nur 0:0

Fechenheims Ouassim Ouass war mit vier Toren der Mann des Tages. Foto: Jörg Schulz

In der Kreisoberliga Frankfurt führt die Spvgg. 03 Fechenheim nach dem 7:1-Kantersieg bei Aufsteiger SV Blau-Gelb das Klassement mit zwei Punkten Vorsprung an, da der Aufstiegskonkurrent SV Griesheim Tarik bei der TSG Niederrad nicht über ein 0:0 hinaus kam. Bei frühsommerlichen 25 Grad war es ein torarmer Nachmittag: Lediglich 25 Tore fielen in den acht ausgetragenen Begegnungen.

TSG 51 - FC Posavina 1:1 (0:1)

"Das war ein gerechtes Ergebnis. Der Punkt bringt uns zwar nicht wirklich weiter, aber wir haben in 2018 endlich einen geholt und versuchen das jetzt mitzunehmen", konstatierte Patrick Dorrmann, der Spielertrainer der TSG 51. Symptomatisch für die schwache Partie auf dem Hartplatz an der Niedwiesenstraße war, dass beide Treffer aus Strafstößen resultierten. Anto Matic brachte die ebenfalls abstiegsgefährdeten Kroaten beim Tabellenletzten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Führung. Für das Schlusslicht egalisierte Moritz Fischer vom Punkt aus, nachdem Benedikt Burger gefoult worden war. Angesichts von 13 Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz können die 51er für die A-Klasse planen, während Posavinas Rückstand bei nur einem Zähler aufholbar erscheint. Schatzmeister Pero Bosnjak haderte aber mit mehreren Dingen: "Der Punkt ist zu wenig, wir haben hier zwei Zähler verschenkt. Auf diesem Hartplatz kann man doch bei dieser Hitze keinen Fußball spielen. Das war nur ein Gebolze ohne Ballkontrolle. Für uns ist weiter alles offen und wir glauben daran."

Schiedsrichter: Johannes Helmut Baumann (Fernwald).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Anto Matic (45.+2, Foulelfmeter), 1:1 Moritz Fischer (59., Foulelfmeter).

SC Weiss-Blau - Concordia Eschersheim 1:2 (0:0)

WB-Trainer Antonio Brenes war mit der Leistung des Unparteiischen überhaupt nicht einverstanden: "Heute kann sich die Concordia nicht über den Schiedsrichter beschweren. Er hat ganz klar das Spiel beeinflusst. Bei der Roten Karte unseres Spielers weiß jetzt noch keiner, was er gesehen hat. Das Spiel war ausgeglichen mit besseren Phasen für beide Mannschaften. Zum Schluss haben wir alles nach vorne geworfen, doch es hat nicht sollen sein." Nach einer torlosen ersten Hälfte an den Sandhöfer Wiesen sah Weiss-Blaus Tom Zimmermann wegen einer Notbremse gegen Concordias Alexander Güldenring die Rote Karte. Aus Sicht von Gästetrainer Roland Stipp völlig zurecht: "Zimmermann hat Güldenring von hinten umgetreten." Die Überzahl nutzten die Eschersheimer durch Tore von Florian Ilcken und Simon Kramer zur 2:0-Führung aus, für die Gastgeber konnte nur noch Georgi Tushev zum 1:2-Endstand verkürzen. In der Nachspielzeit sah mit Aitem Zahrani nach einer Beleidigung, nachdem ein WB-Spieler den Ball bei einer Eschersheimer Verletzung nicht ins Seitenaus befördern wollte, die Rote Karte. Zum Auswärtssieg des Tabellendritten meinte Stipp: "Wir haben gut gearbeitet und den Plan gut umgesetzt. Die Konterchancen haben wir nicht gut genutzt. Der Sieg in diesem kampfbetonten Spiel war aber hochverdient."

Schiedsrichter: Jan-Philipp Schneider (Mühlheim).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Florian Ilcken (66.), 0:2 Simon Kramer (78.), 1:2 Georgi Tushev (83.).
Rote Karten: Tom Zimmermann (Weiss-Blau, 55.), Aitem Zahrani (Concordia, 90.+2).

1. FC 02 Rödelheim - FC Germania Enkheim 1:3 (0:1)

Rödelheim kassierte auf dem Hartplatz die dritte Heimniederlage in Folge und bei mittlerweile neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz rückt der Abstieg in die A-Klasse immer näher. "Sechs bis sieben Ausfälle können wir nicht kompensieren. Unsere Qualität hat gegen Enkheim nicht gereicht. Von zwei schlechten Mannschaften haben die clevereren Gäste gewonnen", resümierte RFC-Pressesprecher Volker Flauaus. Andreas Martinovic hatte die Gäste nach einem Fehler im Spielaufbau der Rödelheimer mit einem Schuss aus 25 Metern in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Anas Arhimou mit einem Heber auf 2:0 für das Team aus dem Frankfurter Osten. Enkheims Tormann Patrick Schneider unterlief dann nach einer Flanke von Arazm Saghafi ein Eigentor zum 1:2. Nachdem Ertap Turgut die Rödelheimer Ausgleichschance ausgelassen hatte, machte Julian Freytag in der Nachspielzeit für den Gruppenliga-Absteiger alles klar. "Auf dem Hartplatz war nicht an Fußball zu denken. Es ging nur über den Kampf. Wir haben mehr Zweikämpfe gewonnen. Ich wünsche dem Kollegen Dominic Reinhardt, dass der RFC so schnell wie möglich auch einen Kunstrasen bekommt", sagte Germania-Trainer Tihomir Tomic.

Schiedsrichter: Dieter Voltz (Brechen).
Zuschauer: 30.
Tore: 0:1 Andreas Martinovic (35.), 0:2 Anas Arhimou (52.), 1:2 Patrick Schneider (74., Eigentor), 1:3 Julian Freytag (90.+4).

SV Blau-Gelb - Spvgg. 03 Fechenheim 1:7 (0:2)

Der Aufsteiger hatte ohne seine Aktivposten Amin Asli und Deniz Dogan sowie mit dem etatmäßigen Ersatztorhüter als Feldspieler gegen den Tabellenführer nicht den Hauch einer Chance. "Personell waren wir geschwächt, aber das soll keine Entschuldigung sein. Das war unterirdisch, keine Ahnung was in der zweiten Hälfte in die Mannschaft gefahren ist. Auf diese Art und Weise geht das nicht", kritisierte Trainer Sven Janssen, der mit seinem Team trotzdem noch über der Abstiegszone steht. Mann des Tages war bei den Fechenheimern, die ohne den Siegtorschützen vom Topspiel gegen Tarik Kamil Yikilmaz auskommen mussten, ohne Zweifel Ouassim Ouass. Die ersten vier Tore gingen auf das Konto des Offensivspielers, beim dritten Tor narrte er die gesamte Blau-Gelb-Abwehr. Erst danach trugen sich auch andere Fechenheimer in die Torschützenliste ein. Tolga Tuygar und Armin Hadzic erhöhten zwischenzeitlich auf 7:0, bevor Sebastian Gaese mit einem Foulelfmeter den Ehrentreffer der Platzherren erzielte. In der 70. Minute sah Jounes Bökenkamp von Blau-Gelb Gelb-Rot, da war das Spiel aber längst entschieden. "Das war eine sehr konzentrierte Leistung, obwohl viele noch schwere Beine vom Donnerstag hatten. Wir haben es selbst in der Hand, schauen aber nicht auf Tarik. In den sieben Spielen ist für uns alles drin", blickte Fechenheims Sportdirektor Asghar Ali-Jaali voraus.

Schiedsrichter: Bilal Yaren (Mainz).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1, 0:2, 0:3 und 0:4 Ouassim Ouass (6., 44., 50., 52.), 0:5 Tolga Tuygar (56.), 0:6 und 0:7 Armin Hadzic (68., 75.), 1:7 Sebastian Gaese (82., Foulelfmeter).
Gelb-Rote Karte: Jounes Bökenkamp (Blau-Gelb, 70.).

TSG Niederrad - SV Griesheim Tarik 0:0

Torlos endete die Partie an der Niederräder Hahnstraße gegen den Aufstiegsaspiranten. Die Gastgeber belegen damit weiter den momentanen Relegationsplatz. "Das war ein verdienter Punkt, von den Chancen her hätten wir aber führen müssen. Im Nachhinein war mehr möglich. Mit dem Punkt gegen diese Spitzenmannschaft sind wir aber zufrieden", stellte Claus Flick, der Sportliche Leiter der TSG Niederrad fest. Die Platzherren verpassten den möglichen Heimsieg aufgrund ihres Chancenplus. Zeitweise spielte Niederrad mit einem Mann mehr, weil Gästeakteur Hassan Taadou die Gelb-Rote Karte sah. Acht Minuten danach waren die Kräfteverhältnisse auf dem Rasenplatz aber wieder ausgeglichen, denn auch der Niederräder Tayfun Aytan flog mit der Ampelkarte vom Platz. Tarik-Trainer Jorge Huberman hatte seine Elf mit den Keser-Brüdern und Mostafa El Aadmi im Vergleich zum Fechenheim-Spiel offensiver aufgestellt, allerdings ohne Wirkung. "Wir haben zu wenig investiert und waren vorne zu passiv. In der zweiten Halbzeit waren wir besser, aber der letzte Pass hat gefehlt. Und obwohl alle unsere Offensivleute gespielt haben, sind wir leider ohne Tor geblieben", bedauerte der Griesheimer Trainer.

Schiedsrichter: Reinhold Greubel (Leidersbach).
Zuschauer: 150.
Tore: Fehlanzeige.
Gelb-Rote Karten: Hassan Taadou (Griesheim Tarik, 74.), Tayfun Aytan (TSG Niederrad, 82.).

BSC SW 19 - FC Kalbach II 0:2 (0:1)

Der BSC wird zu den Absteigern in die A-Klasse gehören, damit hat sich Trainer Ramazan Ünlü abgefunden: "Jede Woche bieten wir eine andere Mannschaft auf. Beide Tore kassieren wir durch individuelle Fehler. Kalbach wollte nicht, wir konnten nicht und dann kam noch die Hitze dazu. Wir versuchen nun, nicht als Letzter oder Vorletzter abzusteigen und in der A-Klasse einen Neuaufbau zu betreiben." Tony Hook und Sadullah Erkmen trafen für die Kalbacher Reserve, die nach drei Niederlagen in Folge wieder zu einem Sieg kam und sich auf Platz vier verbesserte. FCK-Trainer Karol Drynda war zufrieden: "Wir hatten uns vorgenommen, mit kleinen Aktionen zum Erfolg zu kommen. Wir wollten dabei sicher stehen. Kompliment an das Team, sie haben sich den Sieg verdient."

Schiedsrichter: Ersen Demirgöz (Wiesbaden).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Tony Hook (17.), 0:2 Sadullah Erkmen (48.).

SV Viktoria Preußen - SG Westend 4:1 (2:0)

Aufatmen bei Viktoria Preußen: Dank des ersten Sieges in 2018 wächst der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf sieben Punkte an. "In der ersten Hälfte hat man die Qualität von Westend gespürt. Wir haben zur rechten Zeit die Tore gemacht und dann haben sich die Gäste selbst aus dem Spiel genommen. Wir haben heute keine Gastgeschenke verteilt und unsere Konter abgeschlossen. Mit zwei Spitzen und zwei schnellen Außen profitierten wir auch von der fehlenden Kondition des Gegners", fasste Thomas Mahlau, der Fußball-Abteilungsleiter der Preußen zusammen. Giuliano Amante brachte die Hausherren in Führung, die Elias Basheikh bis zum Pausenpfiff ausbaute. Torjäger Stefano Amore schraubte das Resultat per Linksschuss und Flugkopfball auf 4:0 hoch, bevor Westends Mirsen Mehmedovic per Freistoß Ergebniskosmetik betrieb. Die Niederlage sah SGW-Trainer Thomas Horn so: "Das war eine schwache Mannschaftsleistung. Vom Ergebnis her ist das zu hoch ausgefallen. Die Preußen haben den Kampf angenommen, wir nicht. Wenn es warm ist wie heute, brauchst Du noch mehr Kondition. Wenn aber keiner ins Training kommt, ist das schwer", haderte Horn und monierte einen nicht gegebenen Elfmeter an Alen Tahirovic kurz nach dem 1:0.

Schiedsrichter: Abdelkader Boulghalegh (Rüsselsheim).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Giuliano Amante (6.), 2:0 Elias Basheikh (42.), 3:0 und 4:0 Stefano Amore (63., 70.), 4:1 Mirsen Mehmedovic (90.).

FC Croatia - TuS Makkabi 1:0 (1:0)

Aufsteiger FC Croatia kann mit 40 Punkten für ein weiteres Jahr Kreisoberliga planen. Den Treffer des Nachmittages markierte Ivan Puljic in der 18. Minute. "Das war ein Arbeitssieg. Spielerisch waren wir besser als gegen Concordia. Makkabi hatte mehr Ballbesitz und wir haben das 1:0 verteidigt. Die Gäste haben gedrückt, hatten aber kaum Torchancen", lautete das Fazit von Croatia-Trainer Daniel Konta. Etwas anders sah es TuS-Trainer M;aximilian Eilingsfeld: "Wir waren die bessere Mannschaft, obwohl wir ersatzgeschwächt angetreten sind. Das Spiel haben wir kontrolliert, aber nur bis zum Sechzehner sah alles gut aus."

Schiedsrichter: Murat Aytop (Wiesbaden).
Zuschauer: 60.
Tor: 1:0 Ivan Puljic (18.).

Autor: Pedro Acebes

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