19.04.2018

Enkheims "Oldies" kommen Klassenerhalt näher

Kreisoberliga Frankfurt: 2:1-Sieg gegen Concordia Eschersheim

Concordias Torhüter und Kapitän Benjamin Kress schaut neben seinem Enkheimer Kollegen Johannes Schmidt in die Abendsonne. Foto: Pedro Acebes

Der FC Germania Enkheim hat am Donnerstagabend sein vorgezogenes Heimspiel in der Kreisoberliga Frankfurt mit 2:1 (2:1) gegen Concordia Eschersheim gewonnen. Damit kommt der Gruppenliga-Absteiger dem angestrebten Klassenerhalt ein gutes Stück näher, während die junge Formation der Gäste den Sprung auf Rang drei verpasste.

FC Germania Enkheim - Concordia Eschersheim 2:1 (2:1)

Enkheims Trainer Tihomir Tomic hatte nach der engen Partie auf dem Kunstrasenplatz im Riedstadion die Gründe für den Heimdreier schnell analysiert: "Die Einstellung und der Fight waren entscheidend. Wir haben heute gegen eine sehr junge und fitte Mannschaft gespielt. Wir sind die mit Abstand älteste Mannschaft der Liga und deswegen haben wir konditionell öfter Probleme. Die Jungs haben heute trotz Trainingsrückstand super gefighted. Dabei sind wir über die Schmerzgrenze gegangen. Concordia hat sehr gute Fußballer und wir haben bis zum Ende dagegengehalten", führte Tomic aus. In der Tat begann Enkheim bei sommerlichen Abendtemperaturen forsch und drückte die Gäste von der Eschersheimer Landstraße in ihre eigene Hälfte. Diverse Eckbälle und Torabschlüsse führten aber noch nicht zum Ziel. Die Eschersheimer konnten sich erst nach sechs Minuten aus der Umklammerung befreien und ihrerseits erste Angriffe starten.

Die erste Großchance verbuchte das Team aus dem Frankfurter Osten nach einem Ballverlust von Florian Ilcken, der so einen schnell vorgetragenen Angriff der Germania ermöglichte. Die Flanke von Anas Arhimou landete bei Marcel Dücker, dessen Schuss zur Ecke abgewehrt wurde. Kurz darauf reklamierten die Einheimischen Handelfmeter, aber Schiedsrichter Oliver Bingmer aus Ortenberg sah hier keine Regelwidrigkeit. Stattdessen hielt er dem reklamierenden Enkheimer Arhimou die Gelbe Karte vor die Nase. Eine Minute danach der zwangsläufige Führungstreffer der Gastgeber. Auf Zuspiel von Denis Kitanoski traf Hashim Tarik Ahmed flach ins linke Eck zum 1:0 (16.). Die älteste Mannschaft der Liga - neun der elf Akteure Enkheims sind vor 1990 geboren - führte gegen das jüngste Team mit nur einem Spieler über 30 Jahre. Die Concorden brauchten schon einen Foulelfmeter, um relativ zügig zum Ausgleich zu kommen.

Krebs´ Freistoß sitzt

Benjamin Binz legte Adrian Mohr und Ricardo Harrabi verwandelte den Strafstoß zum 1:1 (21.). Beide Teams mussten in der Folge früh wechseln, bei Enkheim schied Kitanoski verletzt aus, für ihn kam Maximilian Krebs und bei den Eschersheimern musste ausgerechnet Routinier Eloy Merens für den 19-jährigen Thorben Wissel weichen. Enkheim drückte danach wieder auf die Tube und Kress musste eine schön anzusehende Direktabnahme von Arhimou aus 30 Metern entschärfen. Gegen den folgenden Freistoß aus 17 Metern von Krebs war der Eschersheimer Kapitän allerdings machtlos (38.). Es ging mit einem 2:1 für die Germania in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel tat sich außer einem Eschersheimer Abseitstor von Adrian Mohr nicht viel. Die Partie blieb aber bis zum Ende offen, weil die Gäste bis zum Schluss durch Freistöße von Harrabi, die jedoch kaum Abnehmer fanden, alles probierten.

Die beste Chance ergab sich für Mohr, dessen Ball sich quer vor der Torlinie bewegte. Enkheim nutzte seine wenigen Konterchancen nicht, sodass es beim 2:1 für die Platzherren blieb. Concordia-Trainer Roland Stipp sah "die jüngste Mannschaft, die seit Jahrhunderten gespielt hat. Ich musste relativ früh einen A-Jugend-Spieler einwechseln und die Innenverteidigung umstellen. Das hat man in den Zweikämpfen gemerkt. Da haben wir uns zu Beginn abkochen lassen". Der Gästetrainer analysierte weiter: "Der Aufwand in der zweiten Halbzeit war okay, aber vorne hat eindeutig die Durchschlagskraft gefehlt. Zudem musste unser Mittelstürmer nach Merens Auswechslung in die Innenverteidigung. Außerdem war es schon eine beschwerliche Anreise mit Stau bis nach Enkheim. Trotzdem habe ich gute Sachen von den Jungen gesehen. Enkheim hat es einfach gemacht und über Zweikampfstärke und Zusammenhalt verdient gewonnen."

Die Statistik:

FC Germania Enkheim: Brunnacker - Kitanoski (25. Krebs), Mutaf, Rus, Martinovic (80. Sabato), Schmidt, Ferreira (70. Reitz), Arhimou, Binz, Ahmed, Dücker - Trainer: Tihomir Tomic.
Concordia Eschersheim: Kress - Pereira, Bernhardt, Tesar, Harrabi, Zekan, Ilcken, Stein, Merens (36. Wissel), Schönle (46. Schlevogt), Mohr - Trainer: Roland Stipp.

Schiedsrichter: Oliver Bingmer (Ortenberg).
Zuschauer: 45.
Tore: 1:0 Hashim Tarik Ahmed (16.), 1:1 Ricardo Harrabi (21., Foulelfmeter), 2:1 Maximilian Krebs (38.).

Autor: Pedro Acebes

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