15.05.2018

Neu entdeckte Talente bei Marius Löbig

Hessenliga: Erstletzt noch Rechtsverteidiger

Marius Löbig (Nummer 16) steht noch in Diensten des Hessenligisten Rot-Weiss Hadamar. Foto: Mithat Gürser

Carsten Weber, der Trainer vom Verbandsliga Süd-Aufsteiger Viktoria Nidda, bezeichnet die Verpflichtung von Marius Löbig als Wahnsinnstransfer. Der 25-Jährige, der zur kommenden Spielzeit an die Gänsweid kommt, hat beim Hessenligisten Rot-Weiss Hadamar Qualitäten entwickelt, die selbst ihm fremd waren.

"Ich wollte zwar immer Hessenliga spielen, aber das kriege ich mit meinem Beruf zeitlich nicht mehr vereinbart", sagt Marius Löbig, der nach dem Rückzug der Sportfreunde Seligenstadt aus Hessens Amateur-Oberhaus zusammen mit Sven Kunisch und David Sembene seit dieser Saison eine Fahrgemeinschaft in den Westerwald zum SV Rot-Weiss Hadamar bildet. In zwei Wochen allerdings tun sich bei dem 25-Jährigen berufliche Veränderungen auf: "Meine Ausbildung zum Fachinformatiker ist dann rum. Der Aufwand ist mir dann zu groß. Wenn es dumm läuft, brauchen wir für eine einfache Fahrt bis zu eineinhalb Stunden zum Training. Ich fühle mich in Hadamar zwar superwohl, aber das geht nicht mehr."

Ganz anders wird das in Zukunft bei Viktoria Nidda laufen. Löbig wohnt in Altenstadt und braucht an die Gänsweid ganze 15 Minuten. "Das ist ein Katzensprung. Der zeitliche Aufwand wird deutlich geringer. Sportlich muss ich zwar einen Schritt zurückgehen, aber so wie in Seligenstadt und Hadamar hat Nidda eine eingeschweißte Truppe. Ein paarmal war ich dort schon am Sportplatz. Das fühlt sich familiär an. Einige Spieler wie Jannik Jung, Marco Filges, Kevin Kuhl und andere kenne ich ja auch schon. Die wohnen bei mir im Umkreis."

Ob Löbig seine neu entdeckten Fähigkeiten als Knipser - bei 25 Einsätzen traf er für Hadamar bis dato elfmal - auch bei der Weber-Elf einbringen kann, wird sich zeigen. "Nach Hadamar bin ich als rechter Verteidiger gekommen. Vorher hab` ich in der Jugend in Offenbach und bei den Senioren immer Verteidiger gespielt. Dort haben sie mich ins linke Mittelfeld gesteckt und es klappt ganz gut", gibt sich der gebürtige Frankfurter bescheiden, der hofft, dass " ich in Nidda meinen Beitrag leisten kann, damit wir die Klasse halten. Im Aufstiegsjahr trägt einen oft die Euphorie. Erfahrungsgemäß wird die zweite Saison für einen Aufsteiger schwieriger. Mal schauen, wie es sich entwickelt. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre denke ich top."

Autor: Christoph Wess

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