06.06.2018

Speuzer-Express rast durch

Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd: 7:1-Sieg gegen Altwiedermus

Magisches Trio: Ömer Dursun, Emre Kadimli und Robert Kohns. Foto: Pedro Acebes

Der FFV Sportfreunde 04 hat den Durchmarsch von der Kreisoberliga Frankfurt in die Verbandsliga Süd geschafft. Durch den berauschenden 7:1-Sieg gegen Eintracht Altwiedermus haben die Speuzer die Dreiergruppe mit sechs Punkten locker gewonnen. Aber auch Unter-Abtsteinach und Altwiedermus können sich freuen, denn durch den Aufstieg von Türk Gücü Friedberg in die Hessenliga kommen alle drei Teilnehmer an dieser Aufstiegsrunde durch.

FFV Sportfreunde 04 - SV Eintracht Altwiedermus 7:1 (4:1)

Letztlich war diese Aufstiegsrunde aufgrund des verspäteten Rückzuges von Viktoria Nidda aus der Verbandsliga Süd und durch den Aufstieg von Türk Gücü Friedberg in die Hessenliga eine Farce. Alle drei Teilnehmer spielen also in der kommenden Saison eine Klasse höher. Die Speuzer zeigten aber einmal mehr ihre Stärke und bewiesen, dass sie den Durchmarsch aufgrund ihrer hervorragenden Einzelkönner und der spielerischen Klasse mehr als verdient haben. "Wahnsinn! Was die Jungs seit der Meisterschaft in der Kreisoberliga auf die Beine gestellt haben macht mich stolz. Als Mannschaft und Verein haben wir wahnsinniges geleistet. Kompliment an jeden, der dazu beigetragen hat. Heute zum Abschluss 7:1 zu gewinnen spricht für sich. Auch wenn Kalbach verzichtet hat, war es ein verdienter Aufstieg", meinte ein überglücklicher FFV-Trainer Mehmet Tunay Somun.

Die Gäste aus dem Büdinger Kreis mussten von Beginn an ihr Heil in der Offensive suchen und machten in den ersten 15 Minuten mächtig Druck. Speuzer-Tormann Tomo Toumpas bewahrte die Hausherren in dieser Phase vor dem Rückstand. Dann aber kam der Speuzer-Express ins Rollen und legte in neun Minuten drei Tore vor. Eine Doppelpass-Kombination vollendete Okan Ilkiz zum 1:0 (15.), der dann Kohns auf die Reise schickte. Der Techniker ließ sich die Chance nicht entgehen und legte das 2:0 nach (19.). Zuvor hatte Zafer Sancak mit einem Schnitzer Altwiedermus-Torjäger Michael Kohnke in Szene gesetzt, der zu überrascht reagierte und an Toumpas scheiterte.

Kadimli mit Traumtor

Danach hatten die Sportfreunde leichtes Spiel. Lässig schenzte Fatih Sultan Bosnak einen Freistoß in die Mitte, Kapitän Ömer Dursuns Kopfballablage schob Danyal Tekin zum 3:0 ein (24.). Die Gäste waren geschockt, schafften aber vor 460 Zuschauern an der Mainzer Landstraße durch Emanuel Becker den 3:1-Anschlusstreffer (33.). Mit einem Traumtor in den Winkel stellte Emre Kadimli den alten Abstand wieder her - 4:1 (44.). Schon zur Halbzeit machte die Kunde von der Friedberger Führung die Runde und nahm der Partie die letzte Spannung. Robert Kohns marschierte nach einer Stunde einfach durch, umkurvte Tormann Philipp Wolf und machte das 5:1 (61.).

Zwei Minuten danach Flanke des überragenden Kohns und Ilkiz machte das halbe Dutzend voll (63.). Den Schlusspunkt setzte Danyal Tekin nach einer erneuten Flanke von Kohns (69.). Der Rest war Schaulaufen. Die Sportfreunde zogen schon einmal ihre Aufstiegsshirts an und bereiteten sich auf die große Jubelfeier vor. Paradox, dass neben Unter-Abtsteinach auch Altwiedermus mit null Punkten und 1:9 Toren aufsteigt. "Wir haben eine Super-Runde in der Gruppenliga Ost gespielt, aber heute können wir uns nicht richtig freuen", gab Altwiedermus-Coach Heinz-Martin Walther hinterher im Vereinshaus zu.

Die Statistik:

FFV Sportfreunde 04: Toumpas - Tas (70. Bornemann), Brajanac (79. Giagkos), Tekin, Sancak (52. Puglisi), Ilkiz, Kohns, Bosnak, Vallejo De Una, Dursun, Kadimli - Trainer: Mehmet Tunay Somun.
SV Eintracht Altwiedermus: P.Wolf - Stenger (53. Armel Nana), Kohnke, Becker (48. Laubach), Laumer, Franz, Andrejic, Schulz, Hillemann (68. Lehr), J.Wolf, Liuzzo - Trainer: Heinz-Martin Walther.

Schiedsrichter: Jonas Weickenmeier (Frankfurt).
Zuschauer: 460.
Tore: 1:0 Okan Ilkiz (15.), 2:0 Robert Kohns (19.), 3:0 Danyal Tekin (24.), 3:1 Emanuel Becker (33.), 4:1 Emre Kadimli (44.), 5:1 Robert Kohns (61.), 6:1 Okan Ilkiz (63.), 7:1 Danyal Tekin (69.).

Autor: Pedro Acebes

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