29.10.2017

"Men of the Match" geht an alle Seckbacher - Fotos

Gruppenliga Frankfurt West: Hausen hatte keine Chance

Ali Wardak (rechts) brachte die Seckbacher in Führung. Foto: Steffen Turban

Bei den Seckbachern hat heute von hinten bis vorne so gut wie alles gestimmt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat die FG beim 4:0 (2:0)-Auswärtssieg gegen den FV Hausen ihr bislang bestes Meisterschaftsspiel abgeliefert. Der Aufsteiger hingegen konnte an seine Leistung unter der Woche gegen den 1. FC Oberstedten nicht anknüpfen.

FV 1920 Hausen - FG Seckbach 0:4 (0:2)

Schon in der ersten Minute erlebten die Hausener ihre erste Schrecksekunde. Nach einem 40 Meter-Pass von Manuel May auf Julen Herrero Cennamo und dessen Querpass auf Kapitän Dominik Tischner war noch ein Defensivbein des FV dazwischen. Einen verdeckten Schuss von Milad Wardack schnappte sich Torwart Marc Sieber im Nachfassen (9.), und bei einem hochriskantem Rückpass-Manöver ließ sich Ali Wardak, nachdem er Sieber umkurvt hatte, zu weit nach außen abdrängen (11.). Besonders auffällig war neben dem schnellen Umschaltspiel der Gäste Spielertrainer May, der auf dem kleinen Kunstrasen seine Sturmkollegen immer wieder mit punktgenauen Diagonalpässen aus der eigenen Hälfte bediente.

Es war eine Frage der Zeit, bis der erste Treffer für die Gäste fallen würde. Diese beantwortete Ali Wardak mit 23 Minuten, als der Ball am Strafraum zur abschließenden Verwertung bereitlag. Exemplarisch für das schnörkellose Spiel der Seckbacher eine schnelle Kombination von Tischner über Milad Wardak zu Elvir Pintol, der denkbar knapp scheiterte (36.). "Das war unsere schlechteste erste Halbzeit in dieser Saison. Keiner hat die Form vom letzten Dienstag gegen Oberstedten gehabt, und Seckbach hat uns klar dominiert. Wir haben vedient mit 0:4 verloren", lautete das ernüchternde Fazit von Hausens Spielertrainer Martin Reyschmidt.

Der Ehrentreffer blieb verwehrt

Im zweiten Durchgang ging es auch recht flugs weiter mit dem Führungs-Ausbau. Milad Wardak konnte sich in der 47. Minute die Ecke aussuchen - vorausgegangen war ein gedankenschnelles Zuspiel von Tischner. Alle, die anschließend auf eine Aufholjagd setzten, wurden genauso enttäuscht wie Freunde eines Schützenfestes. Nach einer missglückten Rettungsaktion auf der Linie war Albert Vahle der Pechvogel und sorgte mit seinem Eigentor schon früh für den Endstand (54.).

Die Hausener hätten für ihre Kampfbereitschaft, die bis zum Schlusspfiff andauerte, den Ehrentreffer verdient gehabt. Aber ein Kopfballtor von Norman Syed, das wegen Foulspiel im Fünfmeterraum gegen Lüdtke zurückgepfiffen wurde, führte ebnso wenig zum Ziel wie sein Schuss, der auf die Latte tropfte (88.). "Das war unsere beste Leistung bis jetzt. Es waren viele neue Spieler vor der Saison, die erst einmal zusammenfinden mussten. So wie heute stelle ich mir das auch in Zukunft vor", gab Seckbachs Spielertrainer Jonas Scheitza freudestrahlend zu Protokoll.

Die Statistik:

FV 1920 Hausen: Sieber - Ben Neticha (46. Syed), Westerwald, T. Neugebauer (66. M. Neugebauer), Felling, Weber, Vahle, Rimac, El Baouti (74. Reyschmidt), Prikolotin, Bouhout - Trainer: Martin Reyschmidt.
FG Seckbach: Lüdtke - Münzel, Kotarac, M. Wardak, A. Wardak (70. Sawo), May (61. Rothenburger), Pintol, Tischner (67. Tschakert), Mühl, Horvatinovic, Herrero Cennamo - Trainer: Jonas Scheitza, Thorsten Spahn und Manuel May.

Schiedsrichter: Alexander Hauser (Waldbrunn).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Ali Wardak (23.), 0:2 Elvir Pintol (40.), 0:3 Milad Wardak (47.), 0:4 Albert Vahle (54., Eigentor).

Autor: Christoph Wess

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